Mai 30

Am Mittwoch auf der IPC habe ich folgende Vorträge angehört:

  • "OOP... aber richtig" von Stefan Priebsch
  • "PHP without PHP" von Terry Chay
  • "The Lumber Mill - Using XSLT for your Templates" von Thomas Weinert
    • Grundsätzlich wurde in dem Vortrag "OOP... aber richtig" auf Grundlagen des objektorientierten Programmierens hingewiesen. D.h. keine Design-Pattern sondern Grundprinzipien, deren Anwendung z.B. zu Design Pattern führt, wurden vermittelt. Anmerken möchte ich, dass Stefan Priebsch äußerst routiniert und gut Vorträge hält. (Am 10.11. habe ich schon in einem Blogeintrag Stefan Priebsch vorgestellt. Zu dem damaligen Eintrag ist anzufügen, dass Stefan Priebsch nun auch PHP.cc mitgegründet hat...)

      "PHP without PHP" von Terray Chay. Dieser Vortrag... Hmh... Nun - ich bin vorzeitig gegangen, da ich den zu schwach und banal auf der Brust fand... Ich habe einfach keinen Sinn gesehen mir den Rest auch noch anzuhören...

      "... Using XSLT for your Templates" von Thomas Weinert. Ein Kontrastprogramm zu dem vorigen Vortrag... Dieser Vortrag war für mich so komplex, dass ich große Mühe hatte zu folgen... Aber - besser so, als anders herum...

      Nachlese:

      Wie war der Gesamteindruck der IPC? Ich war sehr zufrieden. Zwei Fragen aus dem Berufsalltag von mir wurden gelöst.

      Die erste: Soll man PHP4-Code refactorieren oder soll man den Code besser neu von Scratch objektorientiert schreiben? Diese Frage wurde eindeutig für mich zu Gunsten vom Refactorieren aufgelöst... Wer auch sich mit dieser Frage in einem bestimmten Projekt quält, dem kann ich nur Bücher zu dem Thema empfehlen... Die Überlegungen sind schon oft gestellt worden und die Entscheidungen können gut begründet werden... Wie wäre es mit diesem Buch? (Ich habe es noch nicht gelesen!)

      PHP migrieren. Konzepte und Lösungen zur Migration von PHP-Anwendungen und -Umgebungen (Broschiert) von Stefan Priebsch (Autor)

      Die zweite Frage für mich war eine Detailfrage. Wie speichere ich in einer Datenbank und sonst Code für Internationalisierung ab... In der Datenbank wird ja nur der Anteil gespeichert, der eingabeabhängig ist... Für den allgemeinen Code, der sich nicht ändert, nimmt man ja Abspeicherung in Files vor. Die Antwort in bezug auf den datenbank spezifischen Teil bestätigte früher gehörte Aussagen, dass diese Strings nicht in der Original-Tabelle abgespeichert werden, sondern in einer 2., die per ID mit der ersten verknüpft ist... Gesagt wurde auch, dass man, wenn man unbedingt wollte, für jede Sprache eine neue Tabelle erstellen kann... Hmh... Das finde ich nun nicht so dolle... Nun, man kann ja mal überlegen...

      Aus den anderen Vorträgen habe ich einige interessante Impulse mitgenommen:

      • So z.B. aus dem OOP-Vortrag, dass in einer Methode fremde Objekte, die man nutzt, als Parameter übergeben werden sollen und nicht in der Methode selbst instantiiert werden sollen...
      • Aus dem Vortrag am Dienstag über MySQL habe ich entnommen, dass es vielleicht Spaß macht, sich mit MySQL intensiver zu beschäftigen. (Es gibt ja auch die Möglichkeit sich in diesem Bereich zertifizieren zu lassen.) Allerdings sind meine Anwendungen meistens so lastunkritisch, dass die Kenntnis feinerer Tuning-Methoden für mich so schnell nicht notwendig ist.
      • Aus dem Vortrag "Sichere Applikationen mit dem Zend Framework" von Stefan Esser habe ich als Ergebnis mitgenommen, dass das Zend Framework einem nicht vor jeder Sicherheitslücke schützt... So z.B. gerade bei den Datenbankabfragen, kann ein Angreifer in der WHERE-Klausel etc. z.B. Datenbankinjections durchführen...
      • Last not least habe ich aus dem Vortrag "Using XSLT for your Templates" mitgenommen, dass ich mich mal in diesem Bereich zumindest ausgiebig informieren sollte... Smarty scheint wohl doch nicht so das Maß aller Dinge zu sein :-)

      Was war der Gesamteindruck der IPC - unabhängig von den Vorträgen?

      • Einige haben über das Essen gemeckert. Stimmt, das war nicht so dolle. Trotzdem habe ich den Eindruck, dass die Leute verwöhnt sind. So ein Massenessen ist nie was Tolles...
      • Grundsätzlich unpassend fand ich, dass einige Personen Arrangements hatten, bei denen sie umsonst Essen durften, andere dagegen sollte extra zahlen... Hmh... So was führt nur zu Missstimmigkeiten. Entweder für alle umsonst oder für niemanden... Ach ja, kann dieser Aspekt aber bitte vorher ausdrücklich gesagt werden? Egal, wie man sich entscheidet?
      • Schön war, dass überall im Konferenzgebäude WLAN Access war... Nicht so dolle, dass es relativ wenige Steckdosen im Gebäude gab...
      • Berlin ist eine Reise wert!

      Fazit: Es hat sich gelohnt!

      Geschrieben von Gabriele Mohl

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